Sonntag, 5. Juni 2022

Weinland Schweiz im August - mit Blinddegustation und Wettbewerb

Das Weinland Schweiz hat eine grosse Vielfalt zu bieten und der Weinbau in der Schweiz hat grosse Tradition.

Und ob gross oder klein: mittlerweile wird in  jedem der 26 Schweizer Kantone Wein angebaut.

Die Mengen sind im Vergleich mit den grossen Anbaugebieten wie Frankreich, Italien und Spanien klein.

Aber es finden sich hier viele Weinperlen mit regionalen Unterschieden in Rebsorten, Böden und Klima.

Die meist angebauten Rebsorten sind Pinot Noir, Chasselas, Gamay und Merlot.

Natürlich werden auch internationale Sorten in kleineren Mengen angebaut und diverse autochthone Rebsorten wie zum Beispiel der Räuschling, Heida, Petite Arvine, Diolle und viele mehr.

Wir machen vorab eine Blinddegustation mit Wettbewerb. Es gibt verschiedene Weine aus diversen Kantonen im Vergleich.

Dabei kannst mit Spass und Freude mitraten und vielleicht sogar einen Preis gewinnen. Freie Degustation zwischen 17.00 und 18.45 Uhr.

Um 19 Uhr geniessen wir dann ein feines Essen aus der Küche des Hotel Drei Könige. Dieses wird begleitet von einer Auswahl an ausgezeichneten Schweizer Weinen.

Am   Freitag, 26. August 2022     sind wir zu Gast im    Hotel Drei Könige Einsiedeln

Degustation mit Wettbewerb      Paracelsus Saal      17.00 bis 18.45 Uhr         Anmelden

Nachtessen                                 Paracelsus Saal      19.00 bis 22.30 Uhr         Anmelden

Der Kostenbeitrag für Degustation und Nachtessen mit 3-Gang-Menu, Weine, Wasser und Kaffee ist für Mitglieder CHF 80 - für Gäste CHF 100.

Wir haben genügend Plätze - Gäste sind herzlich willkommen.

Der Kostenbeitrag nur für die Degustation ist für Mitglieder CHF 10 und für Gäste CHF 20.
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Mittwoch, 1. Juni 2022

Wunderbare Weine im Glas aus der Pfalz

Der Weinabend im Mai war dem eher unbekannten Nachbarland Deutschland und ausgezeichneten Qualitätsweinen aus der Pfalz gewidmet.

In der grossen Degustation vor dem Nachtessen gab es acht Weissweine und sieben Rotweine zu probieren.

Die beiden Weingüter Stefan Meyer und Jülg überzeugten mit einer hochstehenden Qualität und Sortenvielfalt. Das erstaunte auch wieder durchaus erfahrene Weinkenner.

Zum Apéro gab es dann feinen Sekt Blanc de Noirs im Stile eines trockenen Champagner.

Das feine Nachtessen begleiteten je zwei Weissweine und zwei Rotweine. 

Auch hier wieder erstaunlich gute Qualität mit finessenreicher Frucht, mineralischen Noten von den Kalkböden und bei den Rotweinen ein äusserst gelungener Ausbau im Barrique.

Eine wunderbare Auswahl von deutschen Weinen aus der Pfalz in der Degustation.

Den Weinanbend Pfalz durften wir im schönen Paracelsus Saal des Hotel Drei Könige Einsiedeln geniessen.

Wir möchten uns ganz herzlich für Gastfreundschaft bedanken.

Ein grosses Dankeschön natürlich auch für das feine Menü und den aufmerksamen Service - professionell, versiert, freundlich und herzlich wie immer - danke.

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Freitag, 6. Mai 2022

Top Weine aus der Pfalz - Überraschungen aus Deutschland auf höchstem Niveau

Bei Liebhabern beliebt. Im allgemeinen eher unbekannt - Wein aus Deutschland.

Unsere Weinreise im Mai führt nach Deutschland und wir probieren ausgezeichnete Weine und Trouvaillen aus der Pfalz.

In der Grenznähe zu Frankreich werden hier die weissen Rebsorten Chardonnay, Weissburgunder und Sauvignon Blanc angebaut.

Bei den Rotweinen ist die Burgundersorte Pinot Noir stark vertreten. Aber mittlerweile werden auch Cabernet Sauvignon, Merlot und sogar Syrah angebaut.

Die Weissweine zeichnen sich durch Frucht, Frische und Mineralität der Kalkböden aus. Auch die Rotweine gefallen mit frischer Frucht und samtiger Fülle.

Die Weinbauern keltern hier Ortsweine, Gutsweine und Lagenweine vom Feinsten. Die besten Weiss- und Rotweine werden gekonnt im Barrique ausgebaut.

Die Degustation vorab zeigt in einer breiten Auswahl eine Fülle des Weinkönnens der beiden Qualitäts-Weingüter Stefan Meyer und Weingut Jülg.

Das Weingut Jülg gehört zu den allerbesten Produzenten Deutschlands.

Und der junge, sympathische und talentierte Weinmacher Johannes Jülg wird in der Weinszene mittlerweile gar als Shooting Star gefeiert.

Wie schon in den Vorjahren hat er auch in der letzten Fallstaff Trophy mit seinen Weissburgunder, Sauvignon Blanc und Spätburgunder wieder Spitzenplätze belegt - Bravo!

Wir feiern mit und geniessen auch zum feinen Nachtessen aus der Küche des Hotel Drei Könige eine wunderbare Auswahl dieser tollen Weine.

Lass Dich überraschen und begeistern mit neuen Eindrücken und Erlebnissen, Raritäten und gereiften Jahrgängen.

Am   Freitag, 27. Mai 2022    sind wir zu Gast im    Hotel Drei Könige Einsiedeln

Freie Degustation      Paracelsus Saal        17.00 bis 18.45 Uhr         Ausgebucht

Nachtessen                Paracelsus Saal        19.00 bis 22.30 Uhr         Ausgebucht


Der Kostenbeitrag für Degustation und Nachtessen mit 3-Gang-Menu, Weine, Wasser und Kaffee ist für Mitglieder CHF 80 - für Gäste CHF 100.

Wir haben genügend Plätze - Gäste sind herzlich willkommen.

Der Kostenbeitrag nur für die Degustation ist für Mitglieder CHF 10 und für Gäste CHF 20.
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Sonntag, 1. Mai 2022

Ein interessanter Weinabend in der Küferei Suppiger

Für einmal machte der Weinclub eine richtige kleine Weinreise. Die gutgelaunten Mitglieder und ein Gast besuchten im April die Küferei Suppiger. Für alle durchaus Neuland, eine Fassmanufaktur zu erkunden.

Die Reise ging mit dem dem bequemen Reisebus von Drusberg Reisen von Unteriberg via Einsiedeln und Biberbrugg nach Küssnacht am Rigi.
 
Inhaber und Küfer Roland Suppiger empfing die interessierten Besucher herzlich. Die nächsten eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug mit der Besichtigung des Betriebs und einer spannenden Einführung in die Kunst der Fassherstellung.

Dies ist eine der modernsten Küfereien Europas und die grösste von nur noch fünf in der Schweiz.

Das wertvolle und traditionelle Handwerk ist also durchaus vom Aussterben bedroht. Fässer werden nämlich auch heute noch wie vor Jahrhunderten mit genauer Handarbeit gefertigt.
 
Hierzu braucht es Präzision, Augenmass, handwerkliches Geschick und das Fachwissen, welches von Generation zu Generation übermittelt wird.
 
Die Fassherstellung beginnt mit dem Zuschneiden der Holzbretter in abgewinkelte Dauben, die sich dann zu einer Rundung zusammenfügen. Dann geht es ans Formen der Fässer mit Hilfe von Feuer und Wasser und schliesslich zur Einbindung mit den eisernen Reifen.

Roland Suppiger erklärte anschaulich und unterhaltsam den Prozess vom Aussuchen und Zuschnitt des Holzes, der jahrelangen Lagerung und anschliessenden Verarbeitung bis hin zur Toastung.
 
Wir lernten viel über Holzfässer. Spannend auch die verschiedenen Eichensorten. Die europäischen Eichen - ob Stiel- oder Traubeneiche - sind an sich überall ähnlich. Jedoch kommt es auf das Mikroklima an, wo die Eichen wachsen. Und ganz anders ist das Holz der amerikanischen Weiss-Eiche.

Nebst Eiche werden in der Küferei Suppiger auch Fässer aus anderen Holzarten gemacht. Aus Kastanie, Akazie, Esche, Kirsche, Lärche und vielen anderen Holzarten werden hier hochwertige Produkte hergestellt.

Einen grossen Einfluss auf den Geschmack der Weine mit Holzausbau hat dann aber auch die Lagerung des Holzes, die individuelle Verarbeitung und das sanfte Toasten der Fässer in verschiedenen Stärken.

Ein ganz interessanter Abend, der uns auch wieder einmal vor Augen führte, wie viel Arbeit hinter einem guten Glas Wein steckt. Dieser Ausflug hat uns zum Staunen gebracht und bleibt uns allen in lebhafter Erinnerung.
 
Herzlichen Dank Roland Suppiger für den lehrreichen, kurzweiligen und spannenden Einblick in den Betrieb und das Teilen des Wissens. Da haben auch erfahrene Weinkenner wieder viel Neues gelernt und neues Wissen erworben und bestehendes vertieft.

Ein herzliches Dankeschön auch für das Organisieren des ausgezeichneten Apéro Riche und die Gastfreundschaft in der Werkstatt.

Für einmal ein Weinanlass in einem ganz besonderen Ambiente.


Dazu natürlich eine Auswahl an Weinen - alle mit Ausbau im kleinen und / oder grossen Holzfass.
 

Rosé

Domaine Guizard – Rosé « Vertige » 2021 - Languedoc AOP – Frankreich  -  Bio en Conversion
Ganz neu ist dieser hochwertige Ausnahme Rosé. Der Rosé Vertige ist eine Assemblage aus der weissen Rebsorte Vermentino - auch Rolle genannt - und der roten Rebsorte Grenache. Der Wein wird während 6 Monaten im Barrique ausgebaut. Da kommt eine neue Dimension von Rosé ins Glas. Das Bouquet floral, Pfirsich, ein Hauch Walderdbeeren. Im Gaumen vollmundig, frisch mit Kräuternnoten und gut eingebundem Holz. Kleinproduktion von gerade einmal 2'000 Flaschen. 18-18.5/20 BAP - jetzt bis 2025.

Weissweine


Castelfeder – Sauvignon Blanc Riserva Burgum Novum 2015 – Alto Adige DOC – Italien
Reinsortiger Sauvignon Blanc. Vollreife und von Hand geerntete Reben von Kalkschotterböden. Gärung im Edelstank, Ausbau während 12 Monaten im Tonneau und weitere 12 Monate im Stahltank mit anschliessender Flaschenlagerung während 12 Monaten. Goldgelb mit Kirchenfenstern. Noten von exotischen Früchten, Brennnesseln und Holunderblüten. Vollmundig, würzig frisch mit schön integrierten Holzaromen. Langer Abgang. 18.5/20 BAP – jetzt bis 2023.

Fratelli Grasso - Langhe Chardonnay DOC „Settembrino“ 2015 – Piemonte – Italien
Dieser Chardonnay stammt von einer Einzellage. Er wird in den ganz guten Jahren gekonnt im Barrique ausgebaut. Ein strahlendes, helles Goldgelb. Ein opulentes Bouquet mit einem Strauss von Aromen. Ganz toller Ausbau im Barrique mit schönem Holz. Da sind Röstnoten, Kokosraspel, Vanille wie auch florale Chardonnay-Noten, Apfel, ein Hauch Mandel. Im Gaumen vollmundig, rund, harmonisch mit Noten des guten Barrique, florale Noten und eine elegante Frische mit stützender Säure und einem Hauch Zitrusaromen. Der ausgezeichnete Chardonnay darf ein paar Stunden Luft haben, allenfalls sogar eine Karaffe geniessen und durchaus etwas wärmer bei etwa 12° im grossen Burgunderglas serviert werden. Ganz toll gelungen mit Lagerpotenzial. Kleinproduktion von wenigen Tausend Flaschen. 18.5+/20 BAP - jetzt bis 2027.

Rotweine

Azienda Agricola Gulfi - Reseca Nerello Mascalese 2010 - Sicilia DOC
Selektive Lese der Nerello Mascalese Trauben von Hand. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre in kleinen und grossen Holzfässern und mindestens zwei Jahre in der Flasche. Das Bouquet des Reseca IGT mit Leder, Zimt und Gewürznelke. Im Gaumen Nuancen von Erdbeeren und schwarzer Kirsche. Ein Rotwein harmonisch mit fein ausgebauten Tanninen und Terroiraromen der vulkanischen Böden in schöner Reife. 17.5-18/20 BAP – jetzt bis 2024.

Fattoria Santo Stefano -Chianti Classico Riserva DOCG „Drugo“ 2014 – Toscana – Italien
Die Riserva Chianti Classico DOCG der Fattoria Santo Stefano wird nur in den guten Jahren in Kleinproduktion gemacht. Die Assemblage ist 90% Sangiovese und je 5% Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Trauben stammen aus der Einzellage Quercetto. Der Wein wird im 6000 Liter Holzfass vergoren und anschliessend in Holzfässern von 2500 Litern mit mittlerer Toastung ausgebaut. Eine ausgezeichnete Riserva. 18/20 BAP - jetzt bis 2024.

Ferrero - Brunello di Montalcino DOCG 2014 – Toscana – Italien

Das Weingut Ferrero wurde von Claudia Ferrero und ihrem Mann Pablo Härri gegründet. Pablo war viele Jahre Kellermeister bei Castello Banfi und dem Bio-Weingut Col d’Orcia. Die Rebberge werden naturnah bearbeitet. Und der Brunello von Ferrero ist von höchster Qualität. Die Weine finden seit Jahren immer wieder grosse Beachtung und erhalten höchste Bewertungen von Vinum, Wine Spectator, Vinous, James Suckling. Ausbau während 2 Jahren im grossen Holzfass und weitere 2 Jahre Flaschenreife. Ein ganz toller Brunello in wunderbarer Trinkreife. 18.5/20 BAP – jetzt bis 2025.

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Mittwoch, 13. April 2022

Besuch einer Küferei - alles Rund um die Fasswelt

Gute und langlebige Weiss- und Rotweine ohne einen gelungenen Ausbau im Holzfass - kaum vorzustellen.

Barriques - diekleinen Fässer. Tonneaux - die grossen Holzfässer. Vergärung und Ausbau im Holzfass geben dem Wein mehr Fülle und Struktur.

Die meisten Weinfässer werden aus Eiche hergestellt. Und da spielt die Herkunft des Holzes eine grosse Rolle. Die bekanntesten Eichen sind französische, amerikanische und slowenische. Es gibt eine Reihe weiterer Länder, die Eichenholz für die Fassproduktion liefern: Ungarn, Österreich, Deutschland oder eben auch der Schweiz.

Je nach Herkunft des Holzes und der Toastung entstehen verschiedene Stile und Geschmacksrichtungen des Weins. Wir wollen mehr darüber wissen.

Wir besuchen die Küferei Suppiger in Küssnacht am Rigi.

Deren Barriques werden aus edlem, gut gelagertem Schweizer Eichenholz in Burgunder- und Bordeaux-Form hergestellt.

Sie werden traditionell über dem Feuer zusammengezogen und über längere Zeit sanft getoastet. So entstehen aromatisch hochstehende Qualitätsfässer.

Auch andere Holzarten wie Kastanie, Akazie, Esche, Kirsche, Lärche und viele andere werden in dieser Küferei zu hochwertigen Produkten verarbeitet mit höchster Sorgfalt und jahrelanger Erfahrung.

Wir besichtigen die Küferei mit einer Führung und geniessen anschliessend das Nachtessen als Apéro Riche in der Küferei.

Und natürlich probieren und trinken wir genüsslich dazu eine schöne Auswahl an ausgezeichneten Barrique-Weinen - es wird spannend, interessant und wie immer sehr gut.

Freitag,  29. April 2022 - Fahrt mit dem Bus gemäss Fahrplan:

Abfahrt Unteriberg  -   Parkplatz Minster            16.30 Uhr

Abfahrt Einsiedeln  -   Bahnhofplatz - Remise    16.50 Uhr

Abfahrt Biberbrugg  -  Bahnhof                          17.05 Uhr

Fahrt nach Küssnacht und nach dem Anlass zurück in umgekehrter Reihenfolge - Rückkehr je nach Aussteigeort etwa 21.30 - 22.15 Uhr.

Der Kostenbeitrag für Busfahrt, Besichtigung, Apéro Riche und ausgezeichnete Weine ist für Mitglieder CHF 85 - für Gäste CHF 100.

Wir haben genügend Plätze zur Verfügung - Gäste sind herzlich willkommen  -  Ausgebucht

Den Beitrag kannst Du gerne auch schon vorab auf das Vereinskonto überweisen.

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PIWI - Reise in eine mögliche Wein-Zukunft

Der Weinabend im März führte uns auf die Reise in eine mögliche Wein-Zukunft.

Da die aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (auch neue Rebsorten genannt) gekelterten Weine noch vielen unbekannt sind, begab sich der Weinclub Ybrig wieder einmal auf Entdeckungstour.

An der vorgängigen Degustation tasteten wir uns langsam an die teilweise überraschende und manchmal fast südländisch anmutende Geschmackspalette heran.

Wer hätte das bei Weinen aus den Kantonen Aargau (Weingut FiBL), Thurgau (Roland & Karin Lenz), Wallis (Diroso & Barth) und Zürich (Baur Weine) vermutet!

Bei den Weissen fanden wir häufig Aromen, welche an Sauvignon Blanc erinnerten, bei den Roten dominierten eher die Aromen des Cabernet Sauvignon. Dies gab uns erste Hinweise auf häufige Kreuzungspartner bei PIWI Reben. Die degustierten Weine führen wir hier noch einmal auf.




Persönliche Lieblinge und Entdeckungen wurden, wie bei einem Weinclub nicht anders zu erwarten, angeregt diskutiert. So neugierig gemacht waren wir gut gerüstet fürs Nachtessen.

Als kleinen Appetitanreger perlte schon bald der Rosé Schaumwein Sec von Roland und Karin Lenz in unseren Gläsern. Dieser Wein wurde mit der traditionellen Flaschengärung (méthode champenoise) produziert. Die Traubensorte Muscat bleu ((Seyve-Villard x Müller Thurgau) x Seyve-Villard 20.347 wird meist für Roséweine verwendet und hat typischerweise eine intensive Nase, die nach Rosen duftet. Im Rosé Schaumwein Sec finden wir nur sehr dezente Rosennoten, dafür eine erfrischende Aromatik, die ihn zum idealen Apérobegleiter macht.

Zur Vorspeise, einer gelungenen Kombination aus Räucherforelle und Risotto, machten wir den Sprung zu zwei interessanten, aber auch gegensätzlichen Weissweinen. Auf der einen Seite der Bianca 2020 der Weinkellerei Diroso aus dem Wallis, auf der anderen der Cabernet blanc klassisch 2020 von Roland und Karin Lenz.

Der Bianca (Villard blanc x Bouvier) überzeugte mit seinem fruchtigen Auftakt, etwas Lavendel und Honig in der Nase, seinem vollmundigen Körper mit zarter Restsüsse und Aromen von Ananas und Zitrusfrüchten. Diesen Wein können wir uns auch gut zu asiatischen Speisen vorstellen.

Der Cabernet blanc (Cabernet Sauvignon x Resistenzpartner) war mit seinem floralen Auftakt, Noten nach Pfirsich, auch etwas exotischen Aromen, mundfüllendem Körper und einem langen Abgang eine Überraschung. Blind hätten wir diesen Wein nie dem Kanton Thurgau zugeordnet.

Zum Hauptgang, einem Gulasch mit Polenta, haben wir uns für drei Rotweine entschieden, welche bezüglich Aromatik in Richtung Cabernet Sauvignon und Merlot gehen:

Der Cabernet Jura Fass No. 111, 2021 von Roland und Karin Lenz zeigte eine intensive, fruchtige Nase, das pfeffrig-würzige eines Cabernet Sauvignon, mit etwas rosiger Frucht und einem recht anhaltenden Abgang. Der Cabernet Jura ist eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und einem Resistenzpartner.

Der Chambourcin 2019 der Weinkellerei Diroso mutete mit seinen Zimt- und Cranberrynoten, etwas Ingwer, Dörrfrucht- und Röstaromen schon fast exotisch an. Der Chambourcin ist eine Kreuzung aus S.V. 12.417 x Chancellor und zeigt meist eine Aromatik, die mit Merlot vergleichbar ist.



Der Zero 2018 der Weinkellerei Diroso zeigte uns seine breite Palette an Fruchtaromen: Heidelbeeren, schwarze Kirschen aber auch etwas Thymian. Ein toller Wein, welcher aber unbedingt belüftet werden muss und uns so immer wieder neue Aromen entdecken lässt. Der Zero ist eine Assemblage aus verschiedenen Cal-Sorten, welche Züchtungen von Valentin Blattner sind und meist Cabernet Sauvignon als Ausgangsmaterial enthalten. Zero übrigens deshalb, weil keine Pflanzenschutzmittel verwendet wurden.

Am Ende des Abends waren wir uns einig: Die Reise hat uns die Tür zu vielen unbekannten Weinen geöffnet und es ist grossartig zu sehen, dass die Schweizer Weinwelt sehr aktiv in die Zukunft geht.

Es ist zu erwarten, dass diese Reise gerade mit dem gesteigerten Umweltbewusstsein der Konsumenten noch viel weiter gehen wird und wir in naher Zukunft mit weiteren schönen neuen Rebsorten rechnen können.

Ein ganz grosser Dank geht an unsere Mitglieder Jacqueline und Walter für die Gestaltung dieses interessanten Abends mit einem Ausblick in die ökologische Wein-Zukunft.

Wieder einmal durften wir die Gastfreundschaft im Hotel Drei Könige Einsiedeln geniessen. Der Abend im Ausklang mit einer feinen "Crème Brûlée".

Ein herzliches Dankeschön für das gute Menü und den aufmerksamen Service - professionell, versiert, freundlich und herzlich wie immer - danke.
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Mittwoch, 9. März 2022

Best of PIWI - ausgezeichnete Weine aus PIWI Rebsorten im März 2022

CB - wikipedia.org
Der Weinabend im März steht im Zeichen von besonderen Rebsorten - nämlich den ökologischen PIWI ... noch nie gehört?

Das sind interspezifische Sorten und darunter versteht man:

PIlz-WIderstandsfähige Rebsorten. Diese zukunftsfähigen Sorten entstehen durch Kreuzung von europäischen Edelsorten mit amerikanischen Wildreben, welche eine natürliche Resistenz gegen Pilzkrankheiten aufweisen. Bekannte Züchtungen sind zum Beispiel: Cabernet Blanc und Cabernet Jura.

Aus diesen Reben entstehen PIWI Weine nach dem Motto: Ökologisch - Ökonomisch - Zukunftsweisend.

CJ - wikipedia.org
Die Vorteile der PIWI Rebsorten liegen auf der Hand. Es ergeben sich eine ganze Reihe von positiven Faktoren: Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, Bodenschonung durch weniger Befahren, Schonung von Nützlingen, Energie- und Arbeitseinsparungen.

Dadurch erhalten wir natürlich ökologischere Weine.

Unsere Mitglieder Jacqueline - sie ist auch im Vorstand des Vereins PIWI Wallis - und Walter sind Hobby-Winzer und bauen selber PIWI-Sorten an.
 
Sie gestalten diesen Weinabend und werden uns eine schöne Auswahl an ausgezeichneten PIWI Weinen zusammenstellen und  präsentieren ... freu Dich auf "Best of PIWI".


Am   Freitag, 25. März 2022   sind wir zu Gast im   Hotel Drei Könige Einsiedeln

Freie Degustation      Saal UG                  17.30 bis 18.45 Uhr         Ausgebucht

Nachtessen                Kleiner Saal EG     19.00 bis 22.30 Uhr          Ausgebucht


Der Kostenbeitrag für Degustation und Nachtessen mit 3-Gang-Menu, Weine, Wasser und Kaffee ist für Mitglieder CHF 85 - für Gäste CHF 105.

Der Kostenbeitrag nur für die Degustation ist für Mitglieder CHF 10 - für Gäste CHF 20.
 
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